Grabung am 19. 11. 2011
Schillathöhle 3721/34 Lippergang
von Helmut Olwig
Teilnehmer: Stefanie Middeke AGHKL, Dietmar Soemer AGHKL, Ralf Strohdiek AGHKL-Gast, Martin Duensing HFH, Heinzi Keppler HFH, Jürgen Jaskolla HFH, Wolfgang Tröster HGN, Frank Ohlrogge HGN-Gast
Die heutige Grabung war ein Gemeinschaftstermin der HGN mit den AGHKL - AGHKB und den Höhlenfreunden Hannover.
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Frank Ohlrogge an der Grabungsfront Fotos:Heinz-Jürgen Keppler. | |
Nur 4 Wochen nach dem letzten Termin kam das erfolgreiche Team, diesmal noch von Andreas E. unterstützt, erneut zusammen. Heute galt es eine neue Lorenentwicklung von Wolfgang zu testen bzw. eine zweite Lorenstrecke einzurichten und schließlich die Grabung jenseits der aufgefundenen Querkluft voranzutreiben.
Nach sieben Monaten Pause freuten sich heute alle auf den zweiten Grabungstermin in diesem Jahr. Die AGHKL hatte mit Ralf Strohdiek ein neues Gesicht dabei und bei den HFH war Jürgen Jaskolla zurück aus Mexiko. In den HGN-Reihen war wiederum Frank Ohlrogge als engagierter Gast dabei.
Nach langer Pause braucht es immer einigen Anlauf bis die Grabung startet. So auch heute. Eine neue Lore musste installiert werden und die beiden Leuchtkörper am Beginn des Lippergang mussten instandgesetzt werden. Dieses gelang jedoch beim ersten Scheinwerfer nicht, da die Schraube zum Öffnen völlig ausgenudelt ist. Die Materialien aus der abgängigen HGN-Holzkiste (Handlampen etc.) wurden vorübergehend in einen Plastiksack im Keller des Huthauses gelagert, bis eine neue Aufbewahrungsmöglichkeit angeschafft ist.
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Eine Erdkröte - Bufo bufo Foto: Martin Duensing. | |
Der Gang war, wie die gesamte Höhle, sehr trocken, da es nun mittlerweile über einen Monat nicht mehr geregnet hat und der Herbst allgemein sehr niederschlagsarm war.
Gegen 11.15 Uhr begannen wir mit der eigentlichen Grabung. Den Vortrieb übernahm zunächst Dietmar während Steffi, Ralf, Frank, Heinzi und ich die weiteren Positionen im Gang besetzen. Martin, Jürgen und Wolfgang sorgten für den Abtransport des Lehm im Führungsgang. Die Lehmschichten waren recht trocken und ungestört, sodass Dietmar einen recht schnellen Vortrieb schaffte. Für Verzögerungen sorgte lediglich das herein- und herausziehen der Lore aufgrund der Tatsache, dass das vorhandene Lorenseil lediglich bis zur Querkluft reicht und die vollen Lehmeimer von der Grabungsfront bis zur Querkluft aufgrund des immer länger werdenden Ganges nunmehr über eine Länge von ca. 7 - 8m geschoben werden müssen. Nach dem Mittag wurden die Positionen durchgetauscht. Wolfgang und Frank übernahmen den Vortrieb, Dietmar, Steffi, und Heinzi besetzten die Positionen im Gang und der Rest der Truppe erledigte den Abtransport des Abraums. Glück hatte eine kleine Höhlen-Unke die sich den Lippergang als Winterquartier auserkoren hatte. Dietmar fand sie in Höhe der 90°- Kurve, wo sie ein gefährliches Quartier bezogen hatte. Nach einer kostenlosen Lorenfahrt wurde sie außerhalb der Höhle am bewachsenen Hang der Steinbruchwand wieder ausgesetzt.
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Eine Erdkröte - Bufo bufo Foto: Martin Duensing. | |
Am Ende des Grabungstages, gegen 16.00 Uhr, war wieder ein Längenzuwachs von rund einen Meter zu verzeichnen. Gefühlt ist dieses etwas weniger als sonst üblich, jedoch wird der Gang immer noch etwas breiter. Die weiteren Raumdimensionen bleiben unverändert, auch die Tatsache, dass der Lehm derzeit recht trocken und gut abbaubar ist.
Für die hoffentlich bald kommende Grabung wurde festgehalten, dass es sinnvoll ist aufgrund der langen Lorenzugstrecke und den damit verbundenen Wartezeiten beim Abtransport des Abraums, eine zweite Lorenzugstrecke einzurichten. Die vorhandene Strecke wird dann bis zur 90°- Kurve geführt, die zweite Strecke soll von dort bis nahe der Grabungsfront eingerichtet werden. Der Personalaufwand im Gang würde gleich bleiben, der Abtransport könnte aber zügiger von Statten gehen. Überlagerte Seile aus dem HGN-Bestand würden hierfür lt. HGN-Versammlung zur Verfügung stehen.
Wie üblich klang der Grabungstag im Höhlencafe bei Kaffee (von den Landfrauen gesponsert) und Kuchen aus.
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