Lipper Gang: Grabung am 14. 08. 2010
von Helmut Olwig
Teilnehmer: Andreas Erlemeyer AGHKB, Stefanie Middeke, Dietmar Soemer AGHKL, Klaus Tuschinsky, Jürgen Tuschinsky HFH, Martin Duensing, Heinz-Jürgen Keppler HFH, Wolfgang Tröster, Helmut Olwig (Bericht) HGN, Frank Ohlrogge und Gerd Klauss Gäste.
Das Grabungsteam
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Nach 10 Monaten Pause waren dem Aufruf zur heutigen Grabung neben 9 Höfos der AGHKB, der AGHKL, der HFH und der HGN auch 2 Gäste gefolgt. Frank Ohlrogge und Gerd Klauss waren vor längerer Zeit mal Gäste in der Schillathöhle und hatten Interesse mal an der Grabung teilzunehmen. Während Gerd es vor zog die Höfo-Luft im Führungsweg zu schnuppern war Frank den ganzen Tag im Lippergang tätig.
Ein Fund
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Nach dem Treffen um 10.00 Uhr, kurzen Plausch, der obligatorischen Kuchenbestellung im Huthaus und dem Anschlazen konnten wir gegen 10.45 Uhr mit der Grabung beginnen. Klaus Tuschinsky hatte heute wieder dankenswerterweise seinen Laptop zur Verfügung gestellt, auf dem der Grabungsfilm den Besuchergruppen gezeigt werden konnte, den wir im vergangenen Jahr zum Höhlenfest gedreht hatten. Auch heute war der zweiminütige Film wieder ein kleines Highlight für die Besucher, was die Reaktionen im Anschluss zum Ausdruck brachten.
Ein neuer Fund
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Das Grabungsteam war heute so eingeteilt, dass 5 Personen im Lippergang tätig waren und 6 im Führungsweg. Auch wenn es teilweise im Führungsweg eng zu ging zeigte sich doch, dass durch die Filmvorführung und die Entfernung des schlammigen Splitts am Beginn des Lipperganges alle ausreichend zu tun hatten. Bevor die Grabung starten konnte musste zunächst reichlich Wasser aus dem Gang entfernt werden. In der 90 Grad-Kurve stand das Wasser auf großer Fläche 10 bis 15cm hoch, da alle Abflussspalten verstopft waren. Allgemein war zu beobachten, dass der gesamte Höhlenteil um den Lippergang sehr nass war während die Schauhöhle hinter dem Betontunnel trocken war. Nachdem es eine zeitlang gedauert das Wasser zu entfernen begannen Dietmar, Steffi, Jürgen, Andreas und Frank mit der Arbeit. Zunächst galt es größere Steine aus dem Weg zu räumen, die noch von der letzten Aktion zurückgeblieben waren. Auch gestaltete sich die Grabung etwas schwierig, da Hacheln auf beiden Seiten den Gang kurzzeitig stark einengten. Bis zum Mittag kam die Grabung aber gut in Schwung und die Anzahl der Lehm gefüllten Eimer stieg schnell an, so dass auch Martin, Heinzi und Gerd ihre liebe Mühe hatten das Material in den Steinbruch hinaus zu befördern.
Ein schöner Fund
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Nach verdienter Mittagspause bei herrlichem Wetter wechselten Wolfgang und Heinzi an die Grabungs-front und Jürgen konnte sich im Führungsweg etwas ausruhen. Das Grabungstempo blieb trotz des sehr nassen Lehms auf hohem Niveau. Teilweise wurden die Eimer per Hand in den Bruch hinaus befördert, weil das Schubkarrenteam mit dem Abtransport nicht nachkam. Die größte Überraschung konnte uns Andreas präsentieren, als er aus dem Lehm einen ca. 30 cm großen Tropfstein bergen konnte. Dieses zerbrach noch während der Bergung und überraschte damit, dass sich in ihm ein weiterer kleinerer Tropfstein verbarg. Die beiden sind scheinbar durch eine ca. 1 cm dünne Lehmschicht voneinander getrennt. Nähere Details hierzu siehe unten. Der Tropfstein wurde unmittelbar hinter der Engstelle im unteren Gangdrittel gefunden. Nach ersten Vermutungen scheint der Tropfstein dort entstanden zu sein und ist nicht eingespült worden. Genaueres kann man aber erst nach Reinigung und Untersuchung sagen. Da dieses das erste Mal ist das ein Tropfstein im Lippergang gefunden wurde, ist das Grabungsteam voller Zuversicht, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Zudem wurden in diesem Bereich auch mehrere gerundete Sandsteinkiesel gefunden.
Geschiebematerial
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Die Situation an der Grabungsfront stellt sich nun so dar, dass sich der Gang nach der überwundenen Engstelle wieder weitet und leicht nach links führt. Der Boden ist nunmehr recht eben und der kleine Bodencanyon, der sich vor der großen Querkluft noch auf der rechten Seite befand ist nunmehr auf der linken Seite zu finden. Die Bodensedimente beinhalten auf den untersten 10 cm Sande und Kiese, darüber befindet sich recht feuchter Lehm mit größeren Steineinschlüssen. Das anvisierte Grabungsende um 16.15 Uhr wurden auf Bitten der Höhlenführer um eine halbe Stunde verlängert, da sich noch zwei Geburtstagsgruppen angesagt hatten, die gerne einen Blick auf die Grabung werfen wollten.
Der erfolgreiche Grabungstag wurde dann standesgemäß im Landfrauencafe beendet.
Ergänzungen zum gefunden Tropfstein:
- 1. Gesamtlänge mit umgebenden Gestein 38 cm
- 2. Gewicht: 14 kg
- 3. Gesamtdurchmesser (in der Mitte) 14 cm
- 4. Höhe der Tropfsteinspitze 14 cm
- 5. Fundsituation: Unmittelbar hinter der Engstelle auf der rechten Seite in der unteren Ganghälfte.
Nach Reinigung fanden sich zunächst keine Spuren, dass der Tropfstein vom Wasser bewegt wurde. Es ist also anzunehmen, dass er vor der Engstelle gewachsen ist.
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Das Grabungsteam
Ein Fund
Ein neuer Fund
Ein schöner Fund
Geschiebematerial